Kurs vom WiSe 2006/2007 bis SoSe 2007 im Umfang von 6 SWS pro Semester: Mo 14–16 Uhr, Mi 10–12 Uhr, Fr 10–12 Uhr
mit dem Projekt "Hebräisch lehren lernen"
Institut für Evangelische Theologie mit dem Fachgebiet Religionsgeschichte an der Freien Universität Berlin
Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau
Kurzbeschreibung
Zielgruppe
Unterrichtsziele
Zeitaufwand
Teilnahmevoraussetzungen und Anmeldung
Bedingungen für die Teilnahme und für Leistungsnachweise
Vorbereitung auf den Kurs
Lehrbücher
Das Lehrenden-Team
Hebräisch lehren lernen
Warum biblisches Hebräisch lernen?
Kontakt
Dieser Kurs setzt keine Hebräischkenntnisse voraus und führt in insgesamt zwei Semestern zum Hebraicum, das als FU-interne Prüfung oder an einem anderen Ort als Ergänzungsprüfung zum Abitur abgelegt werden kann. In den Kurs ist das Projekt "Hebräisch lehren lernen" integriert, bei dem Studierende höherer Semester ein Tutorium von 2 SWS pro Semester anbieten.
BA-Studierende, die sich diesen Kurs innerhalb des Bereichs ABV (Allgemeine Berufsvorbereitende Veranstaltungen) anrechnen lassen können und/oder später einen MA-Studiengang absolvieren wollen, der das Hebraicum voraussetzt; Pfarramtsstudierende; (Theologie-)Studierende, die das Alte Testament, die Hebräische Bibel im Original lesen wollen.
Das kognitive Unterrichtsziel besteht darin, dass die TeilnehmerInnen am Ende des Kurses in der Lage sind, jegliche hebräische Texte des Alten Testaments flüssig zu lesen und selbständig zu übersetzen. Weil die TeilnehmerInnen nach Abschluss des Kurses nur dann erfolgreich mit hebräischen Texten arbeiten werden, wenn Sie eine gewisse Zuneigung zu dieser Sprache entwickeln, ist die Freude am Hebräischen ein wichtiges affektives Unterrichtsziel.
Wir werden uns bemühen, den TeilnehmerInnen das Erlernen des Hebräischen so leicht wie möglich zu machen, z.B., indem grammatische Phänomen so weit wie möglich systematisiert werden. Dennoch ist der Zeitaufwand erheblich und sollte nicht unterschätzt werden. Neben den sechs Stunden Unterricht müssen mindestens drei volle Arbeitstage eingeplant werden, um einen erfolgreichen Besuch des Kurses zu ermöglichen. Daraus ergibt sich, dass wenig Zeit für andere Lehrveranstaltungen bleibt, vielleicht nur für drei Veranstaltungen pro Semester.
Teilnahmevoraussetzungen und Anmeldung
Teilnehmen kann, wer an einer Hochschule immatrikuliert ist. BA-Studierende müssen sich wie gewohnt beim Campus Management anmelden. Von allen TeilnehmerInnen wird erwartet, dass sie sich, wenn nicht schon geschehen, unter http://lms.fu-berlin.de einmalig für den eLearning-Bereich der FU registrieren (Gasthörer und Nicht-FU-Studierende müssen sich bei mir per eMail melden) und spätestens in der ersten Semesterwoche diesen Kurs anwählen unter der Registerkarte "Courses" > "Geschichts- und Kulturwissenschaften" > "Institut für Evangelische Theologie" > ...
Bedingungen für die Teilnahme und für den Erwerb von Leistungsnachweisen
Da die Unterrichtseinheiten unmittelbar aufeinander aufbauen, ist eine regelmäßige Anwesenheit in diesem Sprachkurs noch wichtiger als in anderen Lehrveranstaltungen. Schon wer zwei Sitzungen in Folge fehlt, wird große Mühe haben, dies wieder aufzuholen. Und wer nicht mehr als 85% der Sitzungen besucht, hat schon zuviel verpasst, um den Kurs noch erfolgreich abzuschließen. Um die Stetigkeit der Anwesenheit zu gewährleisten, gilt: Wer zwei Sitzungen oder mehr in Folge fehlt oder wer mehr als vier Sitzungen pro Semester nicht anwesend ist, muss sich ein kleinen Prüfung unterziehen, die als Ersatzleistung für die versäumten Stunden gilt. Diese Regelung ist durch die Zweite Ordnung zur Änderung der Satzung für Allgemeine Prüfungsangelegenheiten gedeckt.
Während des Kurses wird es mehrere schriftliche Lernzielkontrollen geben, die Bestandteil der aktiven Teilnahme und damit obligatorisch sind. So genannte "Sitzscheine" werden grundsätzlich nicht ausgestellt, nur für die erfolgreiche, d.h. regelmäßige und aktive Teilnahme werden Scheine ausgestellt.
Am Ende des Wintersemesters und am Beginn des Sommersemesters stehen eine Klausur. Am Ende des gesamten Kurses steht die Abschlussprüfung: die Übersetzung eines mittelschweren, vokalisierten bibelhebräischen Textes (ca. 15 Zeilen in 240 min.) und die mündliche Prüfung mit einer Vorbereitung von 30 min. und einer Prüfungszeit von ca. 20 min. (ca. 40 Worte). Über diese Prüfung wird eine Bescheinigung durch das Institut für Evangelische Theologie ausgestellt. Wer das Hebraicum als Ergänzungsprüfung zum Abitur ablegen möchte, erhält die Informationen über die Anmeldung und wird dann in einer Berliner Schule geprüft.
Bitte laden Sie sich die erste Lektion "Hebräisch lesen lernen" unter http://www.hebraeischkurs.de/dateien/hebread.pdf runter, um sie so früh wie möglich bearbeiten. Wenn Sie dies tun, haben Sie einen guten Start, weil für das Vertrautwerden mit den hebräischen Buchstaben der Zeitfaktor eine immense Rolle spielt.
Eine Literaturliste finden Sie unter http://www.hebraeischkurs.de/books.htm. Dort finden Sie auch das Lehrbuch (unter 4.1) und die Grammatik (unter 3.1) von Wolfgang Schneider, die wir im Kurs benutzen werden. Bitte schaffen Sie diese Bücher zur ersten Stunde an. Welches Wörterbuch benutzt wird, steht noch nicht fest, weil eine preisgünstige Alternative zum Gesenius geprüft wird. Ein PC-Programm zum Vokabellernen stellen wir Ihnen im Kurs vor. Weitere Materialien werden Ihnen als Kopien oder als Dateien im eLearning-Bereich zur Verfügung gestellt.
Früher oder später benötigen Sie auch eine hebräische Bibel. Es gibt die Biblia Hebraica Stuttgartensia in zwei Ausgaben: die eine ist tragefreundlicher und die andere lesefreundlicher. Die meisten Studierenden bevorzugen die kleinere Ausgabe, die Sie auf der angegebenen Seite unter 1.1 finden.
Der Kurs wird von Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau geleitet, der viele Jahre einen 9-Wochen-Sommerkurs Biblisches Hebräisch veranstaltet hat und seit 1997 Hebräisch unterrichtet.
Das Tutorium am Montag wird von Studierenden höherer Semester geleitet, die im Rahmen dieses Kurses lernen, Hebräisch zu lehren.
Zudem wird bei der FU ein eTutorium beantragt, d.h. einE TutorIn, der/die ein Forum im eLearning-Bereich moderiert, in dem jederzeit Fragen zum Unterrichtsstoff diskutiert werden können, und per eMail Hilfestellungen gibt.
Warum biblisches Hebräisch lernen?
Wer in der Lage ist, die Texte des Alten Testaments, der Hebräischen Bibel im Original zu lesen, hat davon einen großen Gewinn. Denn zum einen sind Sie wesentlich "dichter dran" an den Texten: Die Erzähltexte werden plastischer, Sie sehen, welche hebräischen Begriffe benutzt werden, können Sinnlinien verfolgen und die theologischen Inhalte genauer erfassen. Nun sind Sie auch in der Lage, hervorragende Sekundärliteratur wie z.B. das Theologische Wörterbuch zum Alten Testament zu lesen. Zum anderen bietet die Kenntnis des Biblischen Hebräisch eine sehr gute Grundlage, um andere Sprachstufen des Hebräischen, etwa das Rabbinische oder das Moderne Hebräisch, zu erlernen. In diesem Kurs versuchen wir eine gute Betreuung der TeilnehmerInnen zu verwirklichen.
Dieser Kurs knüpft an die Tradition des Instituts für Evangelische Theologie an, das Alte Testament als Hebräische und jüdische Bibel wahrzunehmen. Er soll ein Anreiz sein, sich auch mit der jüdischen Bibelauslegung zu beschäftigen, möglichst im Original. Von daher versteht sich dieser Kurs als Teil des Schwerpunktes, den die theologischen Fächer der FU auf das christlich-jüdische Gespräch setzen.
In diesen Kurs ist im WiSe das Projekt "Hebräisch lehren lernen" integriert. Dabei geht es darum, dass weiter fortgeschrittene Studierende, die fundierte Hebräischkenntnisse haben, ihrerseits lernen, anderen ihre Kenntnisse und ihre Freude an der Sprache weiterzugeben. Das Projekt startet mit einem Anfangstreffen zu Semesterbeginn, in dem das Vorgehen besprochen wird. Jeweils die Montagsstunden, die für die Lernenden genauso verpflichtend wie die anderen Stunden sind, bieten die TeilnehmerInnen des Projekts als Unterrichts-Training ein Tutorium an, das den behandelten Stoff wiederholt und Fragen beantwortet, die in anderen Stunden zu kurz gekommen sind. Jede Doppelstunde wird nach dem Rotationsprinzip von 1–2 Studierenden übernommen. Die übrigen TeilnehmerInnen nehmen jeweils beobachtend teil. Nach der Stunde gibt es eine kurze Abschlussrunde der Projekt-TeilnehmerInnen, in der es erstens um den Eindruck der Lehrenden geht und zweitens die BeobachterInnen mitteilen, was gut gelaufen ist. So haben die TeilnehmerInnen an diesem Projekt Gelegenheit, sich zu HebräischlehrerInnen auszubilden. Die Hebräischlernenden haben den Vorteil, dass sie zusätzlich zum Dozenten von Studierenden unterrichtet werden, die sich noch besser an ihre eigene Lernphase erinnern können und manche Phänomene mit anderen Worten erklären können.
Von den TeilnehmerInnen wird also erwartet, dass sie an den Montagsstunden stets teilnehmen. In den regulären Stunden können sie hospitieren, wenn sie möchten.
Am Samstag, den 9. Dezember 2006 findet von 10.30 bis 18 Uhr ein Seminartag statt, bei dem die Erfahrungen reflektiert werden. Zudem wird an diesem Termin in Methoden der Unterrichtsplanung eingeführt. In den verbleibenden Wochen des Wintersemesters werden alle TeilnehmerInnen jeweils eine reguläre Hebräischstunde planen und durchführen. Der Entwurf dazu und die Stunde werden benotet. Am Ende des Projekts steht eine aussagekräftige Bescheinigung, die es Ihnen erleichtern soll, an Volkshochschulen oder anderen Orten Hebräischkurse anzubieten.
Im BA-Studiengang Ev. Theologie und Nichtchristliche Religionen kann dieses Projekt mit insgesamt 3 SWS als Leistung im Bereich ABV angerechnet werden. Auch Studierende anderen Studiengänge sind willkommen und können Scheine erwerben. Ob diese in ihrem Studiengang anerkannt werden, müssen sie mit dem BA-Beauftragten ihres Faches absprechen. Die Zahl der Leistungspunkte hängt davon ab, wie viele Stunden übernommen bzw. in wie vielen Stunden hospitiert wird. Mehr als 6 Leistungspunkte sind leicht zu erreichen.
Bitte richten Sie weitere Frage an diese Adresse: dedivob @ zedat.fu-berlin.de (bitte die Leerzeichen weglassen – sie dienen dem SPAM-Schutz).